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Falcon Simracing: Zwischen Neustart und Aufbruchstimmung

  • VFC-Media
  • vor 7 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Falcon Simracing startet in die Saison 2026 mit einer Mischung aus Erleichterung, Aufbruch und vorsichtigem Optimismus. Nach einem Jahr, das von verpassten Deadlines, technischen Nachteilen und internen Turbulenzen geprägt war, will Teamchef Johannes Michl vor allem eines: Ruhe ins Team bringen. Die Vorsaison 2025 hatte dem Team einiges abverlangt. Durch die verspätete Abgabe stand man mit dem schwächsten Motor, dem kleinsten Tank und einem 6-Gang-Getriebe da – ein Handicap, das sich über die gesamte Saison hinweg bemerkbar machte. Dazu kamen personelle Veränderungen und die späte Integration von Michael Falkenhain, der sich erst an die Teamstrukturen gewöhnen musste.



Der Abgang von Jan Wiegels zu Horizon Motorsport traf Falcon Simracing zusätzlich. Wiegels war nicht nur schnell, sondern vor allem konstant – und ein wichtiger Orientierungspunkt für Falkenhain. Mit ihm verlor das Team einen Fahrer, der immer dann zur Stelle war, wenn andere patzten. Umso wichtiger war es, einen Ersatz zu finden, der nicht nur sportlich, sondern auch menschlich in diese Rolle hineinwachsen kann. Mit der Rückkehr von Jannik Maleika scheint genau das gelungen zu sein. Nach einer längeren Pause steigt er wieder voll ein und bringt enorme Erfahrung mit, insbesondere aus dem Langstreckenbereich. Seine Übersicht, sein strategisches Verständnis und seine Routine sollen Falkenhain helfen, dessen rohes Talent in stabile Ergebnisse zu verwandeln.


Die Pre-Season hat gezeigt, dass die Chemie zwischen den beiden stimmt. Michl beschreibt die Zusammenarbeit als harmonisch und produktiv. Falkenhain, der mit seiner Pole in Mugello aus 2025 bereits bewiesen hat, wie viel Potenzial in ihm steckt, soll in dieser Saison den nächsten Schritt machen. Maleika wiederum bringt die Ruhe und Struktur mit, die dem Team im vergangenen Jahr gefehlt hat. Für Michl ist das Duo eine ideale Kombination aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial.


Die Ziele für 2026 bleiben bewusst realistisch. Die Liga ist stärker geworden; neue Teams und hochkarätige Fahrer mischen das Feld auf. Falcon Simracing peilt die Top 5 in der Teamwertung an, Podien hält der Teamchef für absolut erreichbar. Ob es für die Top 3 reicht, werde sich zeigen – entscheidend sei, endlich konstant zu punkten. Eine klare Lieblingsstrecke möchte Michl nicht benennen. Das Paket wirke ausgeglichen: ein Allrounder ohne ausgeprägte Schwächen, aber auch ohne offensichtliche Spezialstrecken.


In der Vorbereitung setzt das Team auf enge Zusammenarbeit statt auf einen festen Ingenieur. Maleika bringt viel strategisches Know-how mit, Falkenhain profitiert von seinen Overlays und seiner Erfahrung. Humor gehört ebenfalls dazu – zumindest, wenn man Michl glaubt, der lachend erzählt, dass man sich bei den Jungs vom früheren Team Velvet erst einmal einen „gesunden Grundpegel“ antrinke, bevor es ernst wird. Dahinter steckt aber ein Team, das professionell arbeitet, gemeinsam trainiert und sich gegenseitig weiterentwickelt.


Trotz aller Herausforderungen blickt der Teamchef voller Vorfreude auf die Saison – nicht nur als Verantwortlicher, sondern auch als Kommentator. Die Community, die Organisatoren und das Modding-Team seien für ihn ein zentraler Teil des Erlebnisses. Seine Hoffnung für 2026 ist klar: harte, faire Duelle, spannende Rennen – und natürlich seine beiden Fahrer auf dem Podium.



Falcon Simracing geht mit einem neuen Duo, neuer Ruhe und neuem Selbstvertrauen an den Start. Ob es für den großen Sprung reicht, wird die Saison zeigen – doch die Grundlage für ein starkes Jahr ist gelegt.


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