top of page

Simspark Racing: Zwischen Ansage und Realität

  • VFC-Media
  • vor 3 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

2025 war für Simspark Racing ein Jahr des Lernens – 2026 soll ein Jahr des Umsetzens werden. Mit mehr Systemverständnis, klareren Abläufen und einem Startpaket, das direkt funktionieren soll, will das Team vom ersten Rennen an „drin“ sein. Wie sie die Pre-Season bewerten, warum die Konkurrenz dieses Jahr noch gefährlicher ist und welche Ziele sie sich setzen, erklären Hayter, Tran und Dittmer im Interview.



Hallo! Jetzt, wo die Pre-Season vorbei ist: Wie zufrieden seid ihr damit, wie das Team gearbeitet hat?


James Hayter:

"Ich denke, wir sind besser vorbereitet als letzte Saison, was ein sehr gutes Zeichen ist. Außerdem ist es gut, dass wir im Vergleich zu unserer Rookie-Saison etwas mehr über das Upgrade-/Update-System gelernt haben." Alvin Tran:

"Definitiv besser bereit diese Saison. Letztes Jahr ging es darum, zum Rest des Feldes aufzuschließen – und als wir dann aufgeholt hatten, waren nur noch ein paar Rennen übrig. Diese Saison ist es anders, jetzt in unserem zweiten Jahr, und wir haben definitiv noch mehr in petto."


Christian Dittmer:

"Ich denke, wir haben bei den Upgrades gute Arbeit gemacht, auch wenn der Weg dahin ein bisschen chaotisch war und wir es fast verkackt hätten. Aber wir haben ein gutes Auto für den Saisonstart – und das müssen wir definitiv nutzen."



Unterm Strich klingt das nach einer besseren Ausgangslage als 2025: mehr Systemverständnis, mehr Vorbereitung und – laut Dittmer – ein Startpaket, das direkt funktionieren soll. Genau hier liegt aber auch der Knackpunkt: Wenn der Saisonbeginn stark ist, muss Simspark diese Chance in den ersten Rennen in saubere Wochenenden und Zählbares ummünzen.



Gibt es jemanden, vor dem ihr besonders Respekt habt?


James Hayter:

"Ich denke, die neuen Teams werden über die Saison hinweg sehr stark sein. Aber ich hoffe und glaube, dass wir trotzdem einen guten Job machen und auf dem letzten Jahr aufbauen können."


Alvin Tran:

"Nein. Vielleicht sollten sich andere eher wegen mir Sorgen machen."


Christian Dittmer:

"Kein Team im Speziellen, aber wir sollten uns vor vielen Teams in Acht nehmen – dieses Jahr wird extrem konkurrenzfähig."



Hayter rechnet mit starkem Druck durch neue Teams, Dittmer betont die generelle Dichte im Feld – und Tran sendet eine klare Portion Selbstvertrauen. Genau diese Mischung wird entscheidend sein: 2026 wird weniger ein Kampf gegen „den einen“ Gegner, sondern gegen viele – und da zählen vor allem konstante Abläufe und fehlerarme Wochenenden.



Was sind eure Ziele für die Saison?


James Hayter:

"Ich würde sagen, das Ziel für diese Saison ist, konstanter zu sein und hoffentlich unsere Meisterschaftsplatzierung vom letzten Jahr zu verbessern. Wir würden gerne wieder um Podien kämpfen und hoffentlich auch um Rennsiege. Außerdem wollen wir öfter mit beiden Autos und Fahrern im Top-8-Shootout dabei sein."


Alvin Tran:

"Benjamin Reinhardt hat letztes Jahr das Podium erreicht – ich finde, es ist an der Zeit, dass ich das auch tue. Nur Top-10-Ergebnisse akzeptiere ich dieses Jahr nicht."


Christian Dittmer:

"Unser realistisches Ziel sollte sein, Punkte zu holen. Wie ich schon gesagt habe: Dieses Jahr wird konkurrenzfähiger als je zuvor – mehr Teams, mehr Fahrer, aber trotzdem nur 12 Punkteplätze. Wenn wir regelmäßig Punkte holen können, wäre das für uns ehrlich gesagt wie ein Podium. Konstanz und regelmäßige Punkte sollten unser Ziel sein."



Die Ziele reichen von ambitioniert bis bewusst pragmatisch: Hayter will konstanter werden und trotzdem öfter in Richtung Podium schauen, Tran will den nächsten persönlichen Schritt machen, und Dittmer setzt den Fokus auf die „Währung“ dieser Saison: regelmäßige Punkte. In einem Feld mit mehr Teams bei unverändert wenigen Punkteplätzen wird genau diese Balance wichtig sein – hoch zielen, aber sauber abliefern.



Gibt es bestimmte Strecken, auf denen euer Auto besonders stark sein könnte?


James Hayter:

"Ich hoffe, dass das Auto in Silverstone stark ist, weil es das Heimrennen des Teams ist, und auch in Miami, weil es das Heimrennen des Fahrers ist. Ich hoffe, dass wir über die Saison hinweg ein konstant starkes Auto haben."


Alvin Tran:

"Ich habe Miami dieses Jahr besonders im Blick – ich denke, ich kann bei meinem Heimrennen viel rausholen. Spa lief letztes Jahr auch sehr gut für mich, darauf freue ich mich ebenfalls."


Christian Dittmer:

"Ich glaube nicht. Ich denke, wir haben auf jeder Strecke ein gutes Basisauto."



Dittmers Aussage zur „guten Basis“ klingt danach, dass Simspark nicht von einem Streckentyp abhängig sein will. Entscheidend wird sein, ob diese Basis auch dann trägt, wenn sich das Feld im Laufe der Saison weiter entwickelt.



Wie bereitet ihr euch auf die Rennen vor? Habt ihr Ingenieure oder nutzt ihr Overlays?


James Hayter:

"Wir hoffen, diese Saison Engineers zu bekommen, um das Team weiter zu verbessern. Wir bereiten uns vor, indem wir beim Setup helfen – vor allem, wenn Fahrer Probleme haben, ein gutes, solides Setup zu finden. Dieses Jahr wollen wir in der Setup-Arbeit besser sein als letztes Jahr. Außerdem nutzen wir einen Wettervorhersage-Link, um die Fahrer zu unterstützen, falls Regen vorhergesagt ist und wann er die Strecke treffen könnte."


Alvin Tran:

"Es geht nur um Wiederholung. Deshalb war ich in Spa so gut, und ich will sicherstellen, dass ich dieses Momentum über die ganze Saison halte – nicht nur für ein Rennen."


Christian Dittmer:

"Ich bereite mich vor allem mit Stints mit vollem Tank vor, um Konstanz reinzubekommen, damit ich mein Rennen fahren kann und dann sehe, was passiert. Verschiedene Strategien und Spritmengen zu testen wird wichtiger sein als je zuvor."




Simspark Racing hat 2026 keinen Mangel an Ambition – und genau das macht das zweite Jahr so spannend. Doch der entscheidende Schritt kommt nicht durch Aussagen, sondern durch taten. In einem extrem konkurrenzfähigen Feld wird Simspark daran gemessen werden, wie oft aus einer guten Basis echte Punkte werden. Wenn der Saisonstart so stark ist wie erhofft, hat das Team die Chance, früh ein Zeichen zu setzen – ansonsten wird man an seinen eigenen Erwartungen scheitern

Kommentare


bottom of page