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2025 gegen 2026: Der große Teamcheck nach den ersten vier Rennen | Teil 1 von 6

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Vier Rennen sind gefahren, die Frühlingspause ist da – und damit der perfekte Zeitpunkt für eine erste Standortbestimmung. In unserem großen Teamcheck vergleichen wir die Entwicklung der Teams im Verhältnis zu 2025. In Teil 1 richten wir den Blick aber zunächst auf zwei der neuen Namen im Feld: VEGA und Horizon Motorsport.



VEGA: Der starke Neueinsteiger, dem nur noch der Sieg fehlt

Was VEGA in den ersten vier Rennen abgeliefert hat, verdient höchsten Respekt. 58 Punkte, vier Podien, Rang zwei in der Meisterschaft – das ist für ein neues Team keine nette Überraschung mehr, das ist ein echtes Statement. VEGA wirkt nicht wie ein Neueinsteiger, der sich erst noch finden muss. VEGA wirkt wie ein Team, das vom ersten Moment an verstanden hat, wie man in der VFC vorne mitfährt.


Besonders beeindruckend ist dabei die Art und Weise, wie diese Ergebnisse zustande gekommen sind. Fünf Top-5-Ergebnisse und sechs Top-10-Platzierungen sprechen für ein Team, das Woche für Woche liefert. Keine wilden Ausschläge, keine komplette Achterbahnfahrt, sondern konstant hohe Performance. Genau das ist es, was Topteams auszeichnet – und genau deshalb ist VEGA aktuell weit mehr als nur eine schöne Überraschung der frühen Saisonphase.


Trotzdem gibt es noch diesen einen letzten Schritt, der bislang fehlt. Der erste Sieg ist noch nicht da. VEGA war nah dran, mehrfach sogar sehr nah, doch am Ende fehlt noch dieser eine entscheidende Moment, der aus einem starken Topteam einen echten Gewinner macht. Gerade das macht die Situation aber so spannend: Denn VEGA hat längst bewiesen, dass alles vorhanden ist. Pace, Struktur, Konstanz, Präsenz – das Fundament für den ganz großen Durchbruch steht.


Und genau deshalb dürfte dieses Team in den kommenden Wochen eher noch gefährlicher werden. Wenn VEGA es schafft, die ohnehin schon starke Basis mit dem ersten Rennsieg zu krönen, dann ist der Schritt vom beeindruckenden Neueinsteiger zum ganz heißen Titelkandidaten endgültig gemacht.




Horizon Motorsport: Roh, explosiv – und schon jetzt mit Siegerformat

Horizon Motorsport erzählt in den ersten vier Rennen eine etwas andere Geschichte. 36 Punkte, Rang drei in der Meisterschaft, ein Sieg, eine beste Rennplatzierung auf P1, dazu Pole Positions – das ist kein leiser Einstieg, das ist ein Auftakt mit Wirkung. Horizon hat vielleicht nicht die Stabilität von VEGA, dafür aber schon jetzt etwas gezeigt, das mindestens genauso wertvoll ist: echte Siegfähigkeit.


Dieses Team hat früh bewiesen, dass es an einem guten Wochenende nicht nur mithalten, sondern das Feld schlagen kann. Genau das hebt Horizon von vielen anderen neuen Projekten ab. Ein Sieg kommt nicht zufällig. Eine Pole Position kommt nicht zufällig. Dafür braucht es Substanz, Mut und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment abzuliefern. Horizon hat all das bereits in den ersten vier Rennen aufblitzen lassen.


Gerade darin liegt aber auch die Zweischneidigkeit dieses Starts. So stark die Höhepunkte auch waren, die Zahlen zeigen ebenso, dass noch nicht jedes Wochenende sauber zusammenläuft. Drei Top-5-Ergebnisse und vier Top-10-Platzierungen sind stark, aber eben nicht auf dem konstanten Niveau von VEGA. Dazu kommen zwei DNFs, die verhindern, dass Horizon in der Tabelle noch näher an der Spitze dran ist. Man sieht also schon jetzt beides: das enorme Potenzial und die Stellen, an denen dieses Projekt noch roher wirkt als der direkte neue Konkurrent.


Doch genau das macht Horizon so interessant. Dieses Team lebt aktuell nicht von makelloser Routine, sondern von echtem Punch. Wenn alles greift, dann ist Horizon sofort vorne dabei. Und wenn es gelingt, diese Explosivität in mehr Konstanz umzuwandeln, dann könnte aus einem starken neuen Team sehr schnell ein dauerhafter Sieger werden.



Zwei neue Teams, zwei klare Signale

Nach vier Rennen lässt sich deshalb ein erstes klares Zwischenfazit ziehen: VEGA ist aktuell das reifere, konstantere Gesamtpaket. Horizon Motorsport dagegen ist das unberechenbarere Team mit vielleicht der größeren Schwankung, aber ebenfalls riesigem Potenzial. VEGA steht näher an der dauerhaft etablierten Spitze, Horizon hat dafür schon bewiesen, dass der ganz große Schlag nach vorne jederzeit möglich ist.

Für die VFC ist das eine starke Entwicklung. Denn beide Teams haben in kürzester Zeit gezeigt, dass sie nicht bloß auffüllen, sondern prägen. VEGA tut es mit Konstanz und Ruhe, Horizon mit Mut und Spitzenleistung. Und genau diese Mischung sorgt dafür, dass die beiden neuen Namen schon jetzt keine Randnotiz mehr sind – sondern ein echter Faktor in der Saison 2026.



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