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Fünf Dinge, die wir vom US GP gelernt haben

4. Mai
3 Min. Lesezeit

Der Grand Prix in Miami hat ein deutliches Bild gezeichnet: Die Kräfteverhältnisse verschieben sich, erste Trends verfestigen sich – und die Saison 2026 bleibt weiterhin außergewöhnlich offen. Zwischen einem starken Comeback, einem klaren Aufwärtstrend und ersten Formkrisen lieferte der USA-GP wichtige Antworten.


Razor GP ist zurück

Nach einem schwierigen Saisonstart hat Razor GP in Miami ein klares Zeichen gesetzt.

Die Vizeweltmeister der Vorsaison hatten in den ersten Rennen sichtbar Probleme, das neue Gesamtpaket auf den Punkt zu bringen. Bereits in Kanada deutete sich jedoch eine Verbesserung an – in Miami folgte nun die Bestätigung.

Mit einem weiteren umfangreichen Updatepaket sowie jeweils einem frischen Motor für beide Fahrzeuge war Razor von Beginn an konkurrenzfähig. Fabian Walter konnte diese Performance im Rennen konsequent umsetzen. Trotz technischer Probleme im entscheidenden Qualifying-Abschnitt sicherte er sich eine solide Ausgangsposition.

Am Start profitierte Walter von einer Kollision zwischen Teamkollege Bastian Paisler und Ersatzfahrer Benjamin Gielczynski, wodurch er früh Positionen gewann. In der Folge arbeitete er sich an die Spitze und kontrollierte das Rennen über weite Strecken.

Eine Safety-Car-Phase stellte seine Strategie zwischenzeitlich infrage, da er im Gegensatz zu direkten Konkurrenten an die Box ging. Im weiteren Rennverlauf konnte er den Rückstand jedoch wieder schließen und sich erneut absetzen.

Mit diesem Sieg ist Razor GP wieder ein ernstzunehmender Faktor im Kampf um Spitzenplätze.



Seawolf zeigt klare Aufwärtstendenz

Seawolf NetRace Motorsport gehört zu den positiven Erscheinungen des Wochenendes.

Nach einem schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt präsentierte sich das Team in Miami deutlich verbessert. Die jüngsten Updates zeigten unmittelbare Wirkung und ermöglichten einen klaren Leistungssprung.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Benjamin Gielczynski, der sich bei seinem VFC-Debüt direkt auf Platz drei qualifizierte. Trotz der Startkollision blieb er im Rennen stabil und beendete dieses auf Platz vier – mit geringem Rückstand auf das Podium.

Auch Alex Woitala konnte erstmals in dieser Saison ein durchgehend sauberes Rennen zeigen und erreichte Platz sechs.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass Seawolf in den kommenden Rennen regelmäßig um Punkte und möglicherweise auch um Podiumsplätze kämpfen kann.



Formrückgang bei Kolvenbach

Bei Heiko Kolvenbach zeichnet sich in den vergangenen Rennen ein negativer Trend ab.

Nach einem soliden Saisonbeginn fiel seine Leistung zuletzt spürbar ab. In Miami erreichte er lediglich Platz zwölf – ein Ergebnis, das deutlich unter seinen eigenen Ansprüchen liegt.

Auffällig war vor allem der Paceverlust im weiteren Rennverlauf. Während er zu Beginn noch Anschluss an die Spitzengruppe halten konnte, verlor er insbesondere im längeren Stint kontinuierlich Zeit.

Mit diesem Ergebnis dürfte sich Kolvenbach wohl endgültig aus dem Titelkampf verabschiedet haben. Umso wichtiger wird es nun sein, schnell wieder Stabilität und Vertrauen ins eigene Paket zu finden.



Sechs Rennen – sechs Sieger

Die VFC-Saison 2026 bleibt weiterhin außergewöhnlich ausgeglichen.

Nach sechs Rennen stehen sechs unterschiedliche Sieger fest – ein Wert, der die Unberechenbarkeit der aktuellen Saison unterstreicht. Bereits in Kanada hatte sich diese Entwicklung angedeutet, in Miami wurde sie bestätigt.

Die Leistungsdichte im Feld ist hoch, und mehrere Fahrer verfügen über das Potenzial, Rennen zu gewinnen.

Mit Blick auf das kommende Rennen in Imola erscheint ein weiterer neuer Sieger durchaus realistisch.



Gelungenes Debüt in Miami

Der Miami International Autodrome feierte sein Debüt im VFC-Kalender und konnte sportlich überzeugen.

Im Vorfeld waren die Erwartungen gemischt, insbesondere hinsichtlich Überholmöglichkeiten und Rennfluss. Das Rennen zeigte jedoch ein anderes Bild: Mehrere Zweikämpfe, unterschiedliche Strategien und typische Stadtkurs-Situationen sorgten für ein abwechslungsreiches Geschehen.

Fehler wurden konsequent bestraft, während saubere Rennführung belohnt wurde.

Insgesamt kann das Debüt als gelungen bewertet werden – mit Potenzial für zukünftige Rennen.

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