Wer übernimmt bei Optiminal das 2. Cockpit?
- Jörn Georg Dicks
- 16. Apr. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Nach nun mehreren Wochen nach dem überraschenden Rücktritt von Roy Seifert steht bei Optiminal immer noch in den Sternen, wer das vakante Cockpit des Mainzers übernehmen wird.
Im Fahrerlager kuriseren einige Namen, die mit den Niederländern in Verbindung gebracht werden. Teamchef Rouven Meschede bestätigte: „Wir stehen in Kontakt mit einigen Fahrern, zu einer Einigung sind wir allerdings noch nicht gekommen. Eine Option ist eine Übergangslösung bestehend aus zwei Fahrern, die sich das Cockpit neben Sven teilen, aber dort werden wir bald mehr sagen können.“ Diese Aussage ist kurz nach dem Südafrika Grand Prix entstanden und Meschede hat noch keinen zweiten Fahrer verkündet. Möglicherweise gestaltet sich die Suche also schwieriger als gedacht.
Zu einer Option gehört Meschede selber. Der junge Deutsche, welcher auch in Meschede lebt, gilt als einer der schnellsten Fahrer im Feld; allerdings wollte er sich auf die GPVWC konzentrieren und ist „nur“ Teamchef bei Optiminals VFC-Team. Möglich, dass sich dies nun ändern könnte.
Optiminal-intern wäre auch Maxime Beaulieu eine Option. Der Franco-Kanadier fuhr bereits im letzten Rennen der Saison 2024 mit und zeigte sich als guter Fahrer, der auch mit einigen größeren Namen mithalten konnte. Ob er aber über die ganze Saison hinweg fahren wird, ist fraglich. Möglich, dass er sich das Cockpit mit Meschede teilen würde.
Ebenfalls ist Heiko Kolvenbach als Fahrer offen. Doch hier muss man gleich sagen, dass der mehrfache Rennsieger zeitlich etwas eingeschränkt ist; viele Verpflichtungen im Privaten sorgen für terminliche Überschneidungen. So könnte Kolvenbach wahrscheinlich auch nicht die gesamte Saison durchfahren und keine Konstanz ins Cockpit bringen. Gleichzeitig könnte sich Kolvenbachs Charakter mit dem von Sven Schubert beißen: Hier wären zwei Fahrer im Team, die den Status als Nr. 1 für sich beanspruchen und so auch gegeneinander fahren würden. Toll für Außenstehende, schlecht für Optiminal.
Ebenfalls könnte man sich vielleicht Tim Hauck im Cockpit vorstellen. Der Deutsche zeigte sich in Austin und Melbourne in starker Verfassung und ließ die Kritiker, welche Haucks 2023er Leistungen als Beweis für einen mäßigen Fahrer nutzten, verstummen. Doch der Sprung ins Cockpit bei einem Topteam könnte zu früh sein und Unterstützung für Schubert im WM-Kampf wäre auch kaum vorhanden. Gleichzeitig dürfte Excelion-Teamchef Roy Seifert etwas dagegen haben.
Einige Namen, die beim VFC-Feld eher Angstschweiß auslösen, sind unter anderem Tom Stevens oder Jarl Teien; diese beiden, sehr starken GPVWC-Fahrer brachte Sven Schubert wohl intern mal ins Gespräch. Doch einen dieser beiden Schwergewichten in die VFC zu holen dürfte schwierig bis unmöglich sein, sind doch die beiden voll auf die höchste Klasse in der GPVWC fokussiert.
So zieht sich die Fahrersuche weiterhin und das Ziel, die Teammeisterschaft zu gewinnen, rückt damit weiter in die Ferne. Mit Sven Schubert hat man zwar einen der besten VFC-Fahrer in seinen eigenen Reihen; doch der Schwabe gilt als polarisierender Charakter und Teamkollege, was die Wahl umso schwieriger gestaltet. Schuberts ehemalige Teamkollegen wie David Jundt, Kevin Peters oder Marc Schlüter dürften wissen, was damit gemeint ist.



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