top of page

VFC Vorbericht 2023 - Mexiko GP: Kolvenbach vor erstem Sieg?

  • Jörn Georg Dicks
  • 2. Apr. 2023
  • 7 Min. Lesezeit

Zwei Rennen sind rum, nun reist man nach einigen Schwierigkeiten und Detours nach Mexiko, um dort den dritten Grand Prix der VFC Saison 2023 steigen zu lassen. Es wird ein interessantes Rennen werden, da sich einiges vor dem Rennen ergeben hat. Hier nun der Vorbericht für den Mexiko Grand Prix 2023!



Falcon Phylum Racing

Nach zwei Rennen ist es ein perfekter Einstand für das blau-grüne Team aus Deutschland: Marc Schlüter hat die ersten zwei Rennen der Saison für sich entschieden, auch wenn Brasilien etwas glücklich verlief mit einem kurzem FCY. Dadurch konnte Schlüter seinen Vorsprung in der WM ausbauen. Alexander Hess setzte währenddessen auf die falsche Reifenwahl und beendete das Rennen auf P8.

Der Deutsche ist für Falcon dabei in diesem Rennen die größte Hoffnung für Falcon, da Marc Schlüter nach der Kollision mit Alex Woitala im Brasilien-Rennen ein Qualy-Verbot und einen Boxengassenstart als Strafe erhielt. So soll Hess die Kohlen aus dem Feuer holen und Heiko Kolvenbach besiegen. Hess geht laut Aussagen eher auf ein Setup mit Downforce und soll im besten Falle nach einem gutem Qualy vorne wegfahren, während Schlüter sein persönliches Ziel beim Podium hat. So wird es auf alle Fälle ein spannender Kampf um den Sieg; vor allem aber ein möglicher Durchmarsch von Schlüter könnte spannend anzusehen sein.


Schubert Motorsport eSport

Der Haupt-Herausforderer von Schlüter heißt in diesem Rennen wieder einmal Heiko Kolvenbach; der Rheinländer hatte in den ersten beiden Rennen einiges am strategischen Pech, von einer falschen Reifenwahl bis hin zu einem ungünstigen FCY. Emotional wie Kolvenbach ist schrieb er die Saison da schon ab, vieles kann sich aber noch ändern. Der Teamkollege erlebte durch einen beschädigten Diffusor in Brasilien einen furchtbaren Grand Prix und soll mehrmals unter dem Helm geflucht haben.

Mexiko soll nun der Turnaround für beide Fahrer werden: Kolvenbach will den Sieg, Woitala endlich aufs Podium. Beide Fahrer haben hierbei wieder hart trainiert und sind nach Aussagen zufrieden. Vor allem Kolvenbach lobt das Auto durch den kurvigen Sektor der Strecke, während der Top-Speed ebenfalls gut passt. Wiederum machen die Reifen allerdings Probleme für die Schubert-Fahrer, wodurch man vielleicht mit einer anderen Strategie als Hess oder Schlüter rechnen darf. So wird es definitiv spannend, ob Kolvenbach und Woitala gegenüber Schlüter zurückschlagen können. Gerade Woitala dürfte da eine persönliche Vendetta haben....


Manziel Grand Prix

Einen starken Grand Prix mit einem ersten Podium der Saison erlebte Manziel in Brasilien. Sven Schubert konnte nach langem Kampf mit Roy Seifert den dritten Platz für sich gewinnen und so 10 Punkte gut machen. Der kurzfristige Ersatz für Sebastian Steinhauer, Fabian Walter, machte sich währenddessen mit dem Auto gut und schnell vertraut und sieben Plätze im Rennen gut machen, wodurch er den neunten Platz holte. Wichtige Punkte also.

In Mexiko sind dagegen Vater und Sohn wieder vereint, da Stefan Schubert von seinem Kurzurlaub zurückgekehrt ist. Der Manziel-Fahrer hat wieder viel trainiert und will mit dieser Konstanz den ein oder anderen Platz und vielleicht sogar Punkte holen. Sven Schubert schielt währenddessen wieder ein Podium; dass Auto würde schnell laufen und ein gutes Ergebnis sei drin, allerdings verhalte sich der Manziel in jeder Runde anders und würde damit unberechenbar werden. Die Reifen könnten dabei der Täter sein, dies ist jedoch eher Spekulation. Man ist bei Manziel aber auf jeden Fall optimistisch.


Razor GP

Nach zwei Rennen war man bei Razor sichtlich überrascht: Plötzlich steht man auf Platz 4 in der Team-WM, nachdem man in Brasilien eine gänzlich andere Strategie auspackte und mit einer Ein-Stop bzw. einer Drei-Stop Strategie auf Platz 5 und 6 fuhr und dadurch ganze 15 Punkte holte. Nach dem schwierigen Auftaktsrennen hätte das kaum jemand für möglich gehalten, aber gerade die Razors schaffen es immer wieder, Situationen genau zu beobachten und daraus das Beste zu ziehen. Der niedrige Reifenverschleiß machte diese Ein-Stop möglich.

Auch in Mexiko scheint sich Razor wieder auf eine andere Strategie festzulegen, da Brendel bisher seine beste Zeit auf Softs setzte, wodurch man auch bei Paisler von dieser Strategie ausgehen könnte. Was den Razors aber eher zugute kommen wird, ist der überragende Top Speed. So macht man sich unangreifbar auf den Geraden, aber nach Aussagen von Paisler verhält sich der Razor im kurvigen Teil wie ein LKW. Trotzdem erwarte man sich wieder Punkte bei Razor, dazu ein Safety Car. Bei Razor wird also wieder viel über die Strategie laufen.


Mission Spinnow SRT

Das Team von Alexander Rütt erlebte beim Brasilien Grand Prix ein Auf und Ab der Emotionen. Auf der einen Seite holte man mit Roy Seiferts vierten Platz ein starkes Ergebnis und erlebte ein großartiges Qualy; auf der anderen Seite crashte Rütt nach 22 Runden aus dem Rennen und verlor wichtige Punkte. Trotzdem zeigt dies, dass der Spinnow ein starkes Auto ist, mit dem man sich vorne platzieren kann.

Die Spinnows sind dabei durchaus in der Lage, auch wieder in Mexiko in die Punkte zu fahren. Tobias Dorsch ist einige Runden gefahren und zeigte eine gute Pace auf dem Soft-Reifen, wodurch man wieder von einer vernünftigen Pace der weißen Renner ausgehen kann. Alexander Rütt ist bisher aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht gefahren, spricht auch davon, dass er die Strecke nicht ganz so mag. Er wolle sich eher aufs Durchfahren konzentrieren. Er könnte sich im Laufe des Rennens aber trotzdem noch steigern.


Blue Horns Racing

Einen kleinen Rückschlag erlebten die Österreicher von Blue Horns Racing; man fiel von P3 auf P6 nach dem Brasilien-Rennen, holte "nur" drei Punkte. Trotzdem gab sich der Teamchef zufrieden, sprach davon, dass alles im Rahmen lag und die neun Punkte schon so eine gute Ausbeute für zwei Rennen seien. Justin van der Smissen hatte nach seinen guten VFC-Einstand dagegen eher zu kämpfen und crashte schließlich aus dem Rennen.

Der Niederländer hat in Mexiko weiterhin Probleme, dass Setup schien bisher nicht zu funktionieren; nun ging man laut Aussagen zum Brasilien-Setup zurück und fühle sich gleich wohler. Noch hat der zweite Blue Horns-Fahrer aber weiterhin Probleme mit der Strecke und der Konstanz, weshalb er sich eher aufs Durchfahren konzentrieren wolle. Der Teamkollege dagegen schielt wieder auf die Punkte, doch bei Blue Horns ist man sich bewusst, dass es ein harter Kampf im Mittelfeld wird.


Hope Racing

Nach einem frustrierenden Auftakt für die orange-schwarzen Rennerin Australien war man bei Hope in Brasilien wieder im Aufwind. Die Setup-Arbeit und eine andere Strategie lohnte sich für das deutsche Team, wodurch Enrik Horn und Chris Neugebauer acht Punkte einfahren konnten. Vor allem Horns Aufholjagd bis hin zu P7 ist dabei hervorzuheben. Die Hopes haben also aus Australien gelernt und dürften auch in Mexiko wieder gut dabei sein.

Horn und Neugebauer zeigten dabei noch nicht alles in den Trainings, stehen eher im untersten Teil der Zeitenliste. Das Auto dürfte dabei vor allem noch mehr zeigen, dabei aber auf Kosten der Pace. Laut Neugebauer wollte man bei Hope ursprünglich auf Topspeed gehen, wodurch man teilweise 340 km/h ohne Windschatten hatte; diese Taktik hat man nun aber verworfen, wodurch man schneller in den Kurven ist. Ansonsten dürfte man aber definitiv auf Punkte hoffen.



Veloce Racing

Die Italiener erlebten nach dem starken Auftakt in Australien ein Rennen später ein kleines Desaster. Philipp Maier fiel früh durch viele Fehler und einem spektakulären Unfall in der Boxengasse aus, während Peter Andrews nach einigen Problemchen und einem Fehler der Boxencrew schließlich das Auto ebenfalls abstellte. So gab es keine Punkte für die Italiener, man fiel auf P8 in der Team WM ab.

Peter Andrews war vor allem vor dem Mexiko-Rennen recht offen, was die Probleme angeht: "Ich sag es dir ganz ehrlich, jedes Rennen wird weiterhin ein Kampf. In Brasilien hatten wir große Probleme in einigen Bereichen. Hier in Mexiko zumindest war der Wagen wieder etwas leichter abzustimmen. Philipp tut sich weiterhin schwer, muss sich immernoch rantasten. Im Normalfall sollten wir es schaffen ein Auto in die Punkte zu setzen. Wenn wir konstant bleiben und die Konkurrenz patzt vielleicht auch ein Platz in den Top 8."

Ein Veloce dürfte daher wieder in den Punkten landen; hierbei ist noch anzumerken, dass Andrews sich vor allem über die eigene Qualy-Pace beschwerte. Es wird ein interessantes Rennen für die Italiener.


Velvet DC Racing

Ebenfalls mussten die Amerikaner von Velvet DC Racing einige Rückschläge hinnehmen. Cerne struggelte das ganze Rennen und im Training mit dem Velvet auf Interlagos, während Dittmer durch einen Diffusor-Schaden an einem Punkt das Auto abstellte und sich als dritter Kommentator versuchte. So fiel man auf P9 in der Team-WM ab, was nach dem starken Auftakt umso mehr schmerzen dürfte.

Eine reale Chance auf Punkte hat man dagegen wieder in Mexiko. Fabian Walter wird Cerne ersetzen und scheint schnell auf Pace zu kommen, dürfte dabei auch eine andere Strategie anstreben, da er seine bisher schnellste Runde auf Soft gefahren ist. Christisn Dittmer gab dagegen auch noch ein paar Einblicke: "Auto fühlt sich tatsächlich sehr gut an, hab das Gefühl das unsere Stärken hier ganz gut zum Vorschein kommen, einzig das Gewicht was am Anfang bisschen Probleme macht vorallem in den letzten Kurven aber abgesehen davon fühlt sich das Auto sehr gut an. meine persönliche Einschätzung ist so P7-10 müsste drin sein."

So darf man die violett-pinken Renner wohl wieder im Mittelfeld erwarten, wobei die Konkurrenz hart sein wird.


EPIC Scuderia Basilea Corse

Trotz zwei starker Rennen und ursprünglicher Pace ist man bei Basilea über die Punkteausbeute alles andere als begeistert. Nur drei mickrige Punkte stehen auf dem Konto der Schweizer, was vor allem an einem technischen Ausfall von Heigo Poom in Australien und einem falschen Setup in Brasilien lag. Jundt und Poom beschwerten sich dabei vor allem aufgrund des fehlenden Topspeeds in Brasilien, später gab es nur einen Punkt für Poom. Der Este scheint sich aber nun beim Setup gefangen zu haben.

Bisher platziert er sich mit dem grün-gelben Auto auf Platz 4 in der Zeitenliste, dürfte aber noch abfallen. Poom gibt sich aber durchaus optimistisch, denn eine schlechtere Qualy-Performance sei eingeplant. Der Este gibt an, dass das Auto eher auf das Rennen ausgelegt sei und er um P3 bis P5 fahren könne, vor allem aufgrund des Topspeeds auf den Geraden. Gleichzeitig klagte Poom über Probleme beim Heck, wodurch alles einem Ritt auf der Rasierklinge gleichen dürfte. Poom kann dabei aber ein schwieriger Gegner für einige der Topfahrer heute werden. David Jundt dürfte man dagegen wieder vor dem Rennen trainieren sehen und ebenfalls ein Kandidat für Punkte sein.


Infernal Void Racing

Bei Infernal Void steht weiterhin die Devise "Mit Konstanz in die Punkte". So kündigte es Teamchef Paul Müller und auch seine Fahrer Jendrik Bierhoff und Tim Hauck an. In Brasilien trainierte man daher viel, was dann leider mit einem Ausfall von Bierhoff und einigen Runden Rückstand von Hauck endete. Doch die weiß-orangenen Autos zeigten sich gerade in der Anfangsphase des Rennens einigermaßen stark, erlebten auch einige Kämpfe untereinander.

Nun geht es nach Mexiko und bei Infernal Void ist man vorsichtig optimistisch.

Die Entwicklung am Auto geht voran und das sieht man vor allem bei Tim Hauck, der sich in der Zeitnliste gut positioniert hat. Der junge Deutsche spricht zwar von einigen Setupproblemen, sieht aber eine gute Konstanz im Auto; er sieht den Anspruch im hinteren Mittelfeld und dürfte auf einige Fehler im Feld hoffen, um die ersten Punkte für Infernal abzugreifen. Auch Jendrik Bierhoff hat ebenfalls wieder gut trainiert und dürfte den gleichen Ansprich haben. Alles, um den einen, wichtigen Punkt abzugreifen.



Autor: Jörn Georg Dicks

Bilder: Bastian Paisler

 
 
 

Kommentare


bottom of page