VFC-Mexiko GP 2023 Rennbericht - Schubert holt ersten Saisonsieg!
- Roy Seifert
- 13. Apr. 2023
- 4 Min. Lesezeit

Herzlich Willkommen zum Rennbericht der 3. Runde der VFC zum Großen Preis von Mexiko! Mexiko ist nicht nur bekannt für seine besonderen Traditionen und Essenskultur, auch das Rennen in Mexico City bringt durch die herausfordernde Strecke mit dem sehr technischen Mittelsektor und der langen Gerade am Start der Runde eine gewisse Grunderwartung für Action und packende Zweikämpfe mit sich.
Favoriten auf die Pole sollten die beiden Schubert-Piloten Kolvenbach und Woitala sein, aber auch Sven Schubert sollte nicht vernachlässigt werden. Alle zeigten wie vorausgesagt eine starke Grundpace. Marc Schlueter musste durch seine Strafe aus Brasilien das Qualifying pausieren, somit eine schwierige Aufgabe im Rennen für den Falcon-Piloten.
Für den Mexiko-GP gab es wieder einmal neue Konstellationen im Grid: Tobias Dorsch kehrte nach einer Pause in Brasilien zurück in den Mission Spinnow, Fabian Walter wechselte als Ersatzfahrer von Manziel zu Velvet DC Racing und ersetzt dort Stefan Cerne. Bei Veloce und Infernal Void reiste man nur mit einem Fahrzeug an, da Phillip Maier und Jendrik Bierhoff durch Abwesenheit oder technischen Problemen nicht teilnehmen konnten. Insgesamt durfte man wieder auf einen fast volles Grid mit 20 Fahrern blicken.
Qualifying
Kolvenbach entschied das Qualifying klar mit 2 Zehntel Vorsprung für sich. Durch die Strafe von Marc Schlueter eine gute Ausgangslage für den Schubert-Piloten. Sven Schubert stellte seinen Manziel auf Position 2 und damit auf eine gute Position für einen Sieg. Auf den dritten Platz konnte sich überraschender Weise Heigo Poom vor Alex Hess sichern. Der Scuderia Basilea-Fahrer schien die Strecke in Mexiko zu liegen, er scheiterte nur knapp an Sven Schubert für Position 2. Ruett und Andrews belegen Position 5 und 6, damit zeigt der Mission Spinnow wieder eine solide Pace und auch der US-Amerikaner findet sich wieder in den Top 10. Brendel und Dicks drücken sich noch vor einen enttäuschten Alex Woitala, der mit seiner Leistung im Qualifying mal wieder nicht so ganz zufrieden sein kann. Der Abstand zu seinem Teamkollegen liegt bei 1,5 Sekunden. Ersatzfahrer Walter belegt mit seinem Velvet den letzten Platz in den Top 10. Schlueter und Neugebauer beendeten das Qualifying ohne eine gezeitete Runde.
Die weiteren Ergebnisse im Qualifying:

Rennen

Bereits der Start ins Rennen verlief chaotisch als Woitala’s Motor sich kurz vor Rennstart verabschiedete und Enrik Horn in einem unvermeidbaren Auffahrunfall den Schubert nach nicht mal 3 Sekunden aus dem Rennen beförderte. Bitter für Woitala, der nach dem verkorksten Qualifying nun noch mehr Pech hatte. Somit mussten bereits Enrik Horn (Hope) und Tim Hauck (Infernal Void) in Runde 1 an die Box. Christopher Neugebauer (Hope) konnte das Rennen durch Probleme mit seinem Lenkrad nicht pünktlich zum Rennstart teilnehmen. Die größten Gewinner der Startphase waren Fabian Walter, der von P10 auf P6 vorfahren konnte, aber auch Marc Schlueter, der durch die Safetycar-Phase wichtige Sekunden von seinem Pitlane-Start gewinnen konnte.

Der Safetycar-Restart verlief ruhig, eine Runde nach Restart drehte sich der Schweizer David Jundt im Mittelsektor und verlor dabei spektakulär seinen Heckflügel und weitere Teile. Der darauffolgende Spinnow von Tobias Dorsch nahm ein auf der Strecke liegendes Teil von Jundt mit und „flog“ mit einem Horrorcrash von der Strecke ab. Dorsch lag daraufhin neben der Strecke mit nur einem Reifen, das Ende des Rennens für den Mission Spinnow.
In den ersten Runden setzten sich die Top 5 immer weiter vom Rest des Feldes ab.

Durch einen Dreher von Blue Horns-Pilot Dicks setzte sich Fabian Walter auf Position 6. Walter glänzte wieder durch eine saubere und sichere Fahrweise für seinen Kurzeinsatz bei Velvet DC.
Im Mittelfeld hatten einige Piloten mit den Reifen durch Dreher zu kämpfen. Unter anderem Dicks, Ruett und Poom mussten dies am eigenen Leib erfahren. Bitter natürlich für die Reifen und die Strategie, wiederum hervorragend für andere, die durch Konstanz und reifenschonendes Fahren glänzen.

Schlueter kämpfte sich sicher und souverän durch das Feld, nach Runde 20 lag der Falcon auf P5, circa 20 Sekunden hinter Kolvenbach, der das Rennen bis zu diesem Zeitpunkt jede Runde führte.
Kurzeitig durfte Schlueter sogar das Rennen anführen, bis er die Führung an Sven Schubert durch seinen Stopp in Runde 23 abgeben musste. Nach seinem Boxenbesuch fand er sich auf P5 wieder. Mit dieser Rennpace deutete alles auf ein Last-to-Podium für den Falcon-Pilot hin.
In der zweiten Rennhälfte verlief alles deutlich entspannter, lediglich Dittmer stellte seinen Wagen in Runde 34 ab.

Die letzten 10 Runden des Rennens sollten an der Spitze noch einmal spannend werden. Der Schubert Motorsport sollte über die Renndistanz nicht die Pace von Manziel-Pilot Sven Schubert und den Falcons gehen können. Bereits vor Rennhälfte tauschten Kolvenbach und Sven Schubert die Führungsposition. Kolvenbach musste sich nun kurz vor Schluss gegen beide Falcons behaupten.
In Runde 47 bekam David Jundt in seinem Scuderia Basilea noch einmal eine entscheidende Rolle, als dieser während der Überrundung sich mit Kolvenbach berührte. Dadurch kamen beide Falcons kurzzeitig am Schubert vorbei, Kolvenbach rettete allerdings sich noch vor Hess. Trotzdem war er sichtlich sauer über diesen Zwischenfall so kurz vor Rennende.

Sven Schubert gewann also den Mexiko-GP von P2 aus, eine gute Leistung für den Manziel-Piloten. Dahinter ein unaufhaltsamer Marc Schlueter, der von Position 19 aus einen guten 2.Platz holte. Das Podest komplettierte ein wahrscheinlich enttäuschter Heiko Kolvenbach.
Hess musste gegen Ende weiter abreißen lassen und verlor schlussendlich P4 noch gegen einen starken Heigo Poom. Fabian Walter beendete das Rennen auf einem starken 6.Platz, dahinter folgten Peter Andrews und beide Razor GP, Tim Brendel vor Bastian Paisler. Auch die Razor hielten sich aus allem heraus und holten wichtige Punkte für die WM.
Auf Position 10 Alex Ruett im Spinnow, gefolgt von Dicks und van der Smissen. Damit wieder ein Doppel-Punkte-Finish für Bleu Horns.
Die weiteren Ergebnisse im Rennen:

Und damit kommen wir zu unseren Top5 des 3.Rennens der VFC Saison in Mexico City:
5. Runde 31 Duell um P4 Poom/Schlueter 1:29:30 - 1:31:40
4. Runde 13/14/15 Duell Dicks/ Schlueter 1:03:44 - 1:08:23
3. Racestart Crash 46:10 - 48:23
2. Runde 6 Crash Jundt & Ausfall Dorsch 56:30 - 57:51
1. Runde 47 Duell mit Überrundung Kolvenbach/Schlueter/Hess/Jundt 1:49:25 - 1:51:00
Damit kommen wir zu den WM-Ständen nach Runde 3 der VFC-Saison 2023:

Die Redaktion verabschiedet sich aus Mexico City! Wir blicken auf einen spannenden und mit Action-geladenen 3.GP zurück und sind gespannt auf das nächste Rennen der VFC am 16.April in Kyalami in Südafrika. Bis dahin „Good racing and have fun!“ :)
Autor: Roy Seifert
Grafiken: Roy Seifert
Bilder: Jörn Dicks / Bastian Paisler



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