Vertragsposse um Sven Schubert und Blue Horns Racing: Vom Missverständnis zum Skandal
- VFC-Media
- 10. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Was als gewöhnliche Verhandlung begann, endete in einem der größten Aufreger des VFC-Jahres 2025. Zwischen Blue-Horns-Teamchef Jörn Dicks und Fahrer Sven Schubert entwickelte sich eine Geschichte, die von Missverständnissen, voreiligen Schlüssen und einem öffentlichen Knall geprägt war.
Januar 2025: Erste Gespräche
Schon zu Jahresbeginn machte Dicks keinen Hehl aus seinem Interesse: Er wollte Schubert unbedingt für die Saison 2026 verpflichten – auch, um den Fehler aus dem Sommer 2024 nicht zu wiederholen, als er den Schwaben nicht rechtzeitig unter Vertrag genommen hatte. Schubert zeigte sich gesprächsbereit, hielt sich aber bedeckt.
März 2025: Das Angebot
Zwischen dem Kuwait- und dem Südafrika-Grand-Prix wurde es ernst. Dicks legte Schubert ein offizielles Vertragsangebot vor. In direkten Gesprächen wurden die Rahmenbedingungen fixiert – schnell und scheinbar reibungslos.
Juni 2025: Das fatale Missverständnis
Nach dem Frankreich-Grand-Prix erklärte Schubert gegenüber Dicks, dass er sich eine Zusammenarbeit grundsätzlich vorstellen könne. Für Schubert war es ein Signal des Interesses, nicht mehr – für Dicks hingegen die endgültige Zusage. Was als kleine sprachliche Nuance begann, sollte später eskalieren und die Szene in Aufruhr versetzen.
August 2025: Der große Knall
Am 26. August war es soweit: Jörn Dicks präsentierte öffentlich und voller Stolz Sven Schubert als Neuzugang für die Saison 2026. Was für den Teamchef der Triumph monatelanger Arbeit war, traf Schubert wie ein Blitz – und das mitten im Urlaub. Von seiner angeblichen Verpflichtung erfuhr er nicht im vertraulichen Gespräch, sondern über die öffentliche Ankündigung.
Nur einen Tag später folgte die Gegenreaktion. Schubert veröffentlichte ein unmissverständliches Statement: „Ich werde nächstes Jahr nicht für Blue Horns Racing fahren.“ Die Bombe war geplatzt.
Zusätzlich brisant: Nur wenige Tage danach war es beim Niederlande-Grand-Prix zu einer Kollision zwischen Dicks und Schubert gekommen. Der Unfall führte zum Ausfall des Schwaben und verlieh der gesamten Situation einen mehr als faden Beigeschmack.
Nachspiel und Diskussionen
Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Es entbrannten heftige Diskussionen. Hatte Dicks die Situation falsch interpretiert und voreilig gehandelt? Oder hatte Schubert seine Signale unbedacht gesetzt und dadurch selbst den Nährboden für das Missverständnis geschaffen?
Klar ist: Aus einer anfänglich harmlosen Verhandlungsphase wurde binnen weniger Tage ein waschechter Skandal, der das Verhältnis zwischen Fahrer und Teamchef nachhaltig beschädigte.
Fazit & Ausblick
Der Vorfall zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Verhandlungsgeflüster und öffentlicher Verpflichtung in der VFC sein kann. Missverständnisse, unausgesprochene Erwartungen und die ungeduldige Suche nach einem Coup führten in diesem Fall zu einem Eklat, der noch lange nachhallen dürfte.
Für Sven Schubert könnte das Chaos paradoxerweise sogar Vorteile haben: Sein Name steht nun stärker im Rampenlicht als zuvor, und andere Teams werden aufmerksam verfolgen, wie er sich positioniert. Blue Horns Racing hingegen muss nicht nur den Imageschaden reparieren, sondern auch erklären, wie es zu dieser voreiligen Ankündigung kommen konnte.
Ob aus dieser Episode verbrannte Erde oder doch noch eine zweite Chance für beide Seiten entsteht, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Die Vertragsposse um Schubert und Blue Horns Racing hat der VFC-Saison 2025 eine zusätzliche Portion Dramatik verliehen – und dürfte bei Fans wie Insidern noch lange Gesprächsthema bleiben.



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