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Fünf Dinge, die wir vom Südafrika Grand Prix gelernt haben

  • Jörn Georg Dicks
  • 27. März 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Der Südafrika Grand Prix lieferte wieder einmal eine spannende Taktikschlacht und Duellen im ganzen Feld. Dazu konnte die VFC einen neuen Sieger begrüßen und einige Rückkehrer willkommen heißen. Doch was haben wir aus diesem Rennen gelernt? Das beantwortet der heutige Artikel. Viel Spaß!


Fabian Walter kann doch siegen

Fast fünf Jahre ist es her, seitdem Fabian Walter seine realistischste Chance auf einen Sieg in der letzten Runde in Großbritannien 2021 weggeworfen hatte. Damals noch bei Cliffort Royal Racing, wurde Walter von Kevin Peters unter Druck gesetzt, welcher durch besagten Fehler den Sieg verlor. Und lange Zeit schien es so, dass dies an Walter nagte bzw. seine einzige Chance in der VFC war, ein Rennen zu gewinnen. Diese Annahme ist seit dem Südafrika-Rennen nun ad acta gelegt. Walter blüht bei Razor auf, pusht das eigene Team zur Höchstleistung und belohnt sich dadurch mit seinem ersten VFC-Sieg. Der berühmte Knoten ist geplatzt, bei Razor wie auch bei Fabian Walter. Die Frage ist dementsprechend: Kann hier mehr folgen?


Optiminal hat zwei Gesichter

Optiminal ist der Two-Face der VFC: Mit Sven Schubert hat man bisher einen starken Auftakt in die Saison erlebt; ein Sieg, zwei Podien und der Kampf um die Fahrer-WM sprechen für sich. Der Schwabe zeigte auch wieder eine starke Performance in Kyalami, hielt lange Marc Schlüter hinter sich und konnte am Ende Platz 3 holen. Dazu zeigt sich Schubert früh in der Saison auf der Höhe, unüblich für ihn. Die andere Seite der Medaille ist der Teamkollege Roy Seifert; der Mainzer erlebte bisher furchtbare drei erste Rennen, mit Strafen, Pech und Unfällen. Seifert hatte gehofft, seine Form bei Optiminal wieder zu finden, bisher ist ihm dies aber nicht gelungen. Eine neue Chance bietet sich nun nicht mehr; Seifert hat seinen Rücktritt verkündet und macht Platz für seinen Nachfolger.


Janson Bintz, der Rohdiamant von Valle

Janson Bintz kam kurz vor knapp, sah sich das Auto und die Strecke an und fuhr auf prompt auf Platz 7. Der junge Luxemburger kam laut eigenen Aussagen frisch von der Arbeit und fühlte sich im Auto sofort wohl, schien auch viel Spaß zu haben. Bintz konnte ohne große Vorbereitung mit den Fahrern im vorderen Mittelfeld mithalten, zeigte tolle Überholmanöver, seinen Teamchef in die Schranken weisen und dazu erfahrene Fahrer ins Bockshorn jagen. Gleichzeitig war Bintz aber auch zu schnell, was in einer Boxengassenstrafe mündete. Valle und Teamchef Ribolli haben mit Bintz aber einen absoluten Rohdiamanten im Team, welcher bei der richtigen Schleifung ein extrem schneller Fahrer und eine große Bereicherung für die VFC werden könnte.


Neue Taktiken sorgen für Unterhaltung

Bisher waren die beliebtesten Strategien an der Boxengasse die Nutzung der Soft- und Mediumreifen. Und der Großteil des Feldes nutzt oftmals dieselbe Idee, auf Soft loszufahren, im Mittelstint den Medium zu fahren und dann wieder auf Soft zu wechseln. Doch einige Fahrer entschieden sich dieses Mal, das ganze etwas zu verändern, was teilweise zu positiven Resultaten führte: Janson Bintz startete auf Mediums und konnte seine Gegner im zweiten und dritten Stint durch den besseren Reifen unter Druck setzen. Christian Dittmer und Stefan Cerne nutzten die gleiche Strategie und landeten so erneut bzw. zum ersten Mal in den Punkten überhaupt. Und Fabian Walters Idee, den soften Reifen im Mittelstint zu fahren, dürfte zu seinem Sieg beigetragen haben. Diese Erfahrungen könnte die Fahrer in den kommenden Rennen dazu bewegen, auf alternative Strategien zu setzen.


Das Mittelfeld ist in Bewegung

Wie auch in den Rennen zuvor ist das Mittelfeld spannend und eng beisammen. Durch neue Gesichter und Fahrer, verschiedene Situation und Platzierungen in der Qualifikation verändern sich immer die Rahmenbedingungen. So konnte Valle mit Ribolli und Bintz das Mittelfeld anführen und sogar Blue Horns herausfordern. Benjamin Reinhardt scheint konstant besser zu werden und stieß zeitweise in die Top 6 vor. Tim Hauck fährt dazu wieder in die Punkte während SVL Racing nach dem starken Ergebnis aus Kuwait einen rabenschwarzen Tag erlebte. Dies sorgt alles für einen großartigen Kampf in der Team-WM, der hoffentlich durch die Saison hinweg so anhalten wird.

 
 
 

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