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Fünf Dinge die wir vom Indien GP gelernt haben

  • VFC-Media
  • 13. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Krönung des Sven Schubert

Sven Schubert reiste mit den besten Voraussetzungen nach Indien, um den Titel

endgültig klarzumachen. Platz sechs hätte ihm bereits gereicht – unabhängig davon,

was Verfolger Fabian Walter erreicht.

Im Qualifying unterlief dem Schwaben jedoch ein kleiner Patzer: nur Startplatz

sieben. Doch im Rennen zeigte sich wieder der Schubert, den man aus dieser

Saison kennt – ruhig, abgeklärt und gnadenlos effizient. Runde um Runde arbeitete

er sich nach vorn, profitierte schließlich vom Gerangel zwischen Kolvenbach und

Walter und übernahm die Führung. Diese gab er bis ins Ziel nicht mehr ab.

Damit krönte sich Sven Schubert zum zweiten Mal in seiner Karriere zum VFC-

Champion. Neun Siege, in jedem Rennen außer Zandvoort auf dem Podium – die

Dominanz ist beeindruckend. Schubert hat der Saison 2025 seinen Stempel

aufgedrückt wie nie zuvor. Ein verdienter Champion in jeder Hinsicht.



Leistungsexplosion bei Tim Hauck

Die Überraschung des Wochenendes hieß Tim Hauck. Der Optiminal-EM-Pilot

lieferte im Buddh International Circuit eine blitzsaubere Vorstellung ab und holte am

ende Platz sechs


Schon im Vorfeld war auffällig, dass Hauck regelmäßig zusammen mit Heiko

Kolvenbach auf dem Trainingsserver unterwegs war – offenbar mit spürbarem Effekt!


Ob Hauck diese Form in den letzten beiden Rennen bestätigen kann, bleibt

abzuwarten. Doch in Indien hat er endlich das Talent aufblitzen lassen, das viele

Experten schon lange in ihm gesehen haben.



Fabian Walter - Alles oder nichts

Fabian Walter zeigte sich in Indien von einer ungewohnt aggressiven Seite. Der

sonst faire und ruhige Fahrer ging mit offenem Visier in die Duelle – teils am Rande

der Legalität. Dies sorgte im Fahrerlager für Diskussionen.

Walter, sonst als einer der respektvollsten Piloten im Feld bekannt, schien in Indien

alles auf eine Karte zu setzen – ein letzter, verzweifelter Versuch, den WM-Kampf

gegen Schubert offen zu halten. Leidenschaftlich, aber riskant. Es war ein Auftritt, der

zeigte, wie sehr Walter die Entscheidung vertagen wollte – und wie schmal der Grat

zwischen Angriffslust und Übermotivation sein kann.



Stefan Schubert - Zurück in alte Muster

Für Stefan Schubert, den Oldie der VFC, lief das Rennen in Indien weniger rund.

Nach einer ruhigen und unauffälligen Saison rutschte er diesmal wieder in alte

Muster ab. Während einer Safety-Car-Phase verlangsamte Schubert plötzlich stark, offenbar um das Führungsquartett vorbeizulassen – was jedoch laut Reglement nicht erlaubt ist.


Das Missverständnis führte dazu, dass er kurzzeitig auf der Strecke zum Stillstand

kam – und damit ungewollt auch Fabian Walter aufhielt, der zu diesem Zeitpunkt

noch keinen Boxenstopp absolviert hatte. Eine unglückliche Szene, die für

Diskussionen sorgte und den erfahrenen Schwaben zurück ins Rampenlicht brachte

– diesmal allerdings aus den falschen Gründen.



Indien - Ein gelungenes Debut

Nach dem eher zähen Rennen in Mugello waren viele Fahrer skeptisch, ob der

Buddh International Circuit spannende Rennen liefern würde. Doch Indien belehrte

alle eines Besseren.


Das VFC-Debüt in Greater Noida bot packende Zweikämpfe, mehrere

Führungswechsel und ein spannendes Rennen. Einzig die enge Boxeneinfahrt

sorgte für Diskussionen und kleinere Zwischenfälle.


Insgesamt aber ein gelungenes Debüt, das Lust auf mehr macht. Dhanyavaad,

Bhaarat – wir kommen gerne wieder!

 
 
 

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