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Fünf Dinge die wir vom Deutschland GP gelernt haben

  • Jörn Georg Dicks
  • 16. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Chaos im deutschen Regen

Der Wetterbericht für den Deutschland sah eigentlich ruhig aus. Die von einigen Fahrern gefürchtete Regenfront schien doch nicht aufzutauchen und viele rechneten mit einem trockenen Rennen.

Und dann kam der Regen doch. Im Qualy kündigte er sich leicht an, im Rennen selber sollte er voll einschlagen und nie wieder gehen. Viele Fahrer wussten kaum, wie sie fahren sollten und welche Reifen jetzt am besten waren. Nässigkeits-Anzeigen waren teils vollkommen falsch, wodurch man Autos auf Trockenreifen in regnerischen Bedingungen sah. Dreher, Unfälle und viele Probleme konnte man jede Runde miterleben. Gerade in der ersten Hälfte des Rennens hörte man jede Runde irgendwo eine gelbe Flagge. So entsponn sich ein chaotisch-spannender Grand Prix.



Razor geht baden

Und dieser Grand Prix schadete vor allem einem Team: Razor GP. Die chromfarbenen hatten voll auf ein Trockensetup gesetzt und schienen das Rennen dominieren zu wollen. Doch das Setup war überhaupt nicht auf Regen ausgelegt, wodurch Razor dem Wetter vollkommen ausgeliefert war. Fabian Walter verlor in der ersten Kurve viele Plätze, sein Teamkollege tat es ihm gleich. Beide Fahrer klagten über das schwierige bis unfahrbare Auto im Regen, drehten sich öfters und verloren Plätze. Am Ende konnte man noch in die Top 5 fahren, aber die Razor-Party mit Special Livery in Hockenheim war abgesagt.



Optiminal nutzt die Regenkarchte

Der größte Rivale von Razor nutzte jedoch seine Chance und machte alles richtig. Heiko Kolvenbach konnte seine ganze Erfahrung nutzen und fuhr eine ganze Zeit lang mit Trockenreifen auf der nassen Strecke. Dabei schien der Rheinländer nie Probleme zu haben, auch, wenn er selber etwas anderes beschrieb. Lange Zeit führte er das Rennen an, musste sich aber mit Platz 3 zufrieden geben, wirkte aber trotzdem zufrieden. Noch glücklicher war der Teamleader Sven Schubert. Der Schwabe fuhr von hinten los und konnte in bester Hamilton-Manier alle Gegner im Regen von Hockenheim übertrumpfen. Dabei hielt er noch den schnellen Janson Bintz auf, der mit seiner ganz eigenen Strategie fast den Sieg geholt hätte.



Bintz wacht endlich auf

Da war er nun, der junge Luxemburger. Sein letzter Stopp sorgte dafür, dass Janson Bintz die Führung verlor, dafür aber wie ein Verrückter die Jagd auf Sven Schubert begann. Diese endete in der letzten Kurve der letzten Runde, jedoch auf Platz 2, nicht weniger als unter eine Wagenlänge hinter Sven Schubert. Und trotzdem: Janson Bintz ist aufgewacht. Zu spät für einen Angriff auf die WM-Spitze aber noch pünktlich genug für gute Resultate für sein Team und sich selbst. Im vorletzten Rennen war es ein dritter Platz, nun ein zweiter. Nach dieser Herangehensweise bleibt nun nur noch der Sieg. Und bei Bintz momentaner Phase ist das nicht unwahrscheinlich.




Weltmeisterschaft bereits entschieden?

Nun steht nach diesem spannenden und chaotischen Rennen nur noch eine Frage im Raum: Ist die Fahrer-WM entschieden? Viele scheinen im Fahrerlager so zu denken, denn der Abstand von Sven Schubert auf beide Razor-Piloten hat sich erneut vergrößert, diesmal mehr als normalerweise. Und die Leistung vom Optiminal-Leader suchte ihresgleichen. Vom letzten Startplatz trotz Qualy-Strafe im Regen zu gewinnen, dass ist ein Ausrufezeichen. Nur noch Unfälle könnten Schubert die WM rauben.

Währenddessen tut sich auch in der Team-WM etwas. Razor ist zwar immer noch vorne weg, doch Optiminal hat aufgeholt, gerade durch die nun immer besser werdenden Leistungen des zweiten Fahrers Heiko Kolvenbach. Realistisch gesehen sind beide Meisterschaften noch nicht entschieden. Doch es gibt eine Tendenz. Es bleibt abzuwarten, ob diese so anhält.

 
 
 

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